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(Bild: Baulich)
Einen besonderen Schwerpunkt, auf den nachfolgend ausschließlich eingegangen werden soll, bilden die baulichen Lösungen (auch bauliche Sanierung genannt). Sie beinhalten nach DIN EN 752-5 [DINEN752-5:1997]: -
Schutz der Kanalsubstanz durch geeignete Auskleidungen oder Innenbeschichtungen.
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Sanierung der Kanalsubstanz durch:
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Reparatur,
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Renovierung,
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Erneuerung.
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Reparatur (Bild: Reparatur) |
Renovierung (Bild: Erneuerung in geschlossener … |
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Die zur Sanierung der Kanalsubstanz zählenden Verfahren für die baulichen Sanierung beinhalten jeweils mehrere Verfahrenshauptgruppen mit einer Vielzahl von Spezialverfahren. (Bild: Übersicht über die Verfahrenshauptgruppen zur baulichen Sanierung von Entwässerungssystemen) |
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Wichtig:
Da Erscheinungsbild, Ausmaß und Ursache der Schäden, aber auch die leitungsspezifischen Randbedingungen in Kanalisationen sehr unterschiedlich sind, kommt der richtigen Wahl des im jeweiligen Anwendungsfall einzusetzenden baulichen Sanierungsverfahrens eine große Bedeutung zu [Stein89c] [Stein95f]. |
(Bild: Plus/Minus)
Alle Reparatur-, Renovierungs- und Erneuerungsverfahren weisen Vor- und Nachteile sowie Einsatzbeschränkungen auf. Es … |
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Wichtig: Aus wirtschaftlichen Gründen werden örtlich begrenzte Schäden durch Reparatur behoben. An derselben Stelle wiederholt auftretende und umfangreiche Schäden, bei denen eine Reparatur nicht mehr möglich ist, können sowohl durch Renovierung als auch durch Erneuerung behoben werden. Kann eine hydraulische Überlastung oder eine Querschnittsreduzierung durch eine Renovierungsmaßnahme nicht in Kauf genommen werden, kommt nur eine Erneuerung in Betracht. |
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(Bild: Entscheidungsprozess zur Wahl der baulichen Lösungen in Anlehnung an DIN EN 752-5)
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Reparatur | (Bild: Haltungsabschnitte)
| (Bild: Einzelrohre)
| (Bild: Rohrverbindungen)
| (Bild: Einbindungen von Anschlussleitungen)
| Renovierung | (Bild: Haltung)
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In Abhängigkeit der Sanierungsart bei geschlossener Bauweise wird die vorhandene Altrohrsubstanz genutzt, teilweise genutzt oder gar nicht genutzt. | Reparatur (Bild: Reparatur)
Vollständige oder teilweise Einbeziehung der ursprünglichen Altrohrsubstanz | Renovierung (Bild: Renovierung)
Vollständige oder teilweise Einbeziehung der ursprünglichen Altrohrsubstanz | Erneuerung (Bild: Erneuerung)
Keine Einbeziehung der ursprünglichen Altrohrsubstanz |
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In Abhängigkeit des baulichen Zustandes des Sanierungsabschnittes, muss die sanierte Rohrleitung folgende Lasten übernehmen: -
Grundwasserlast
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Bodenlast
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Verkehrslast
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Eigengewicht der Konstruktion
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(Bild: Belastung der sanierten Rohrleitung - Grundwasserlast) |
(Bild: Belastung der sanierten Rohrleitung - Verkehrslast) |
(Bild: Belastung der sanierten Rohrleitung - Bodenlast) |
(Bild: Belastung der sanierten Rohrleitung - Eigengewicht der Konstruktion) |
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Diese Lektion ist Teil der Vortragsreihe "Grundlagen des grabenlosen Bauens und Sanierens" und soll einen Überblick über das Thema Sanierung von Ver- und Entsorgungsleitungen geben.
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Dieser Vortrag ist Teil der Vortragsreihe "Grundlagen des grabenlosen Bauens und Sanierens" und gibt einen Einstieg in das Thema grabenloser Neubau und grabenlose Sanierung von Ver- und Entsorgungsleitungen.
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Die Art, Anzahl und Verteilung der Leitungen, die sich in einem Straßenquerschnitt befinden, sind in erster Linie von ortsspezifischen Gegebenheiten, wie Straßenbreite, Entwässerungsverfahren, Anlieger und Bebauung abhängig. |
(Bild: Überblick über typische unterirdische Leitungsarten) |
(Video: Ver- und Entsorgungsleitungen im Straßenquerschnitt)
Video: Ver- und Entsorgungsleitungen [Quelle: S&P GmbH]. Dieses interaktive Objekt ist ausschließlich … |
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(Bild: Infrastrukturen im städtischen Untergrund [FI-Steina])
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(Bild: Dokumentation)
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Eine der Realität entsprechende Leitungsdokumentation ist meist nicht vorhanden, selbst die Besitzer der Leitungsnetze haben oftmals keine genaue Kenntnis über die Lage ihrer Leitungen. Dies bedeutet, dass im unterirdischen Bauraum nicht generell von normgemäßer Anordnung der Leitungen ausgegangen werden kann. |
(Bild: Erdverlegte Leitungen in New York um 1916 [Boegl69])
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(Bild: Nicht fachgerecht verlegte Kabel und Leitungen [… |
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| Neubau (Bild: Neubau)
Alle Varianten des unterirdischen Einbaus von Leitungen durch Einziehen, Einschieben, Einpressen oder Einrammen in einen durch Bohren im Boden geschaffenen Hohlraum (Bohrloch) | Sanierung (Bild: Sanierung)
Alle Maßnahmen zur Wiederherstellung oder Verbesserung von vorhandenen Rohrleitungssystemen |
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Diese Lektion ist Teil der Vortragsreihe "Grundlagen des grabenlosen Bauens und Sanierens" und soll einen Überblick über die grabenlosen Methoden für den Neubau und die Sanierung von Ver- und Entsorgungsleitungen geben.
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In der Rohrstatik nach ATV DVWK-A 127 wird die Rohrbettung beschrieben durch den "Lagerungsfall" sowie den "Auflagerwinkel". Lagerungsfall I
Auflagerung im Boden ("Loses Auflager") Lagerungsfall II
Auflagerung auf festem Untergrund, z.B. Beton ("Festes Auflager") Lagerungsfall III
Auflagerung und Einbettung im Boden (nur für biegeweiche Rohre) Der Auflagerwinkel (2α) ist vom Planer festzulegen und liegt üblicherweise zwischen 90° und 180°. |
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Nach DIN EN 1610 [DINEN1610:1997] bzw. ATV DVWK-A 139 [ATVA139:2001] werden grundsätzlich drei Varianten einer Bettung unterschieden, wobei jeweils der erforderliche Auflagerwinkel (2α) die Dicke der oberen Bettungsschicht (b) bestimmt: Bettung Typ 1 (Regelausführung)
Ausbildung einer unteren (a) und oberen (b) Bettungsschicht Bettung Typ 2 (nur für bestimmte Böden, sollte vermieden werden)
Auflagerung der Rohre auf eine vorgeformte Grabensohle, d.… |
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(Bild: Baugrundzonen bei der Leitungsverlegung in offener Bauweise nach EN 1610 [DINEN1610a] [Bild: S&P GmbH]) |
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(Bild: Bettung Typ 1 gemäß DIN EN 1610 [DINEN1610a] [Bild: S&P GmbH])
| (Bild: Bettung Typ 1 gemäß DIN EN 1610 [DINEN1610a] [Bild: S&P GmbH])
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(Bild: Bettung Typ 2 gemäß DIN EN 1610 [DINEN1610a] [Bild: S&P GmbH]) |
(Bild: Bettung Typ 2 gemäß DIN EN 1610 [DINEN1610a] [Bild: S&P GmbH]) |
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(Bild: Bettung Typ 3 gemäß DIN EN 1610) |
(Bild: Bettung Typ 3 gemäß EN 1610 [DINEN1610a] [Bild: S&P GmbH]) |
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Wichtig: |
Einen nicht unwesentlichen Erschwernisfaktor können bei der Sanierung von Kanalisationen benachbarte oder kreuzende Versorgungsleitungen vom Fernmeldekabel bis zur Fernwärmeleitung darstellen . Ihre Lage gegenüber dem defekten Kanal, ihr baulicher Zustand und die Beschaffenheit der sie umgebenden Leitungszone sind deshalb wichtige Kriterien für die Wahl des jeweiligen Sanierungsverfahrens , um Folgeschäden zu vermeiden. | |
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